Kreuzweg

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Der ursprüngliche Kreuzweg, der 1608 errichtet wurde, begann vermutlich beim "Urlaubstein" neben dem Haus Obere Donaulände 87. Später wurde der Kreuzweg verlegt. In der heutigen Form stammt er aus den Jahren 1845-1850. Am Beginn der Stiege befindet sich die Steinstatue der Hl. Helene, mit der linken Hand den Aufstieg weisend, mit der rechten sich auf ein Kreuz stützend. 

Die Kreuzwegstationen sind in gemauerten Nischen mit Dreiecksgiebel, zumeist mit zwei bemalten Holzreliefs. Diese wurden von den Bildhauern F. Schneider und F. Liebert geschaffen. Zwischen der achten und neunten Station befindet sich eine Steintafel mit der Inschrift: „Diese Stige wurde aus sonderbarer Andacht zu dem sterbenden Heiland von hohen Wienerischen Adel erbaut im Jahre 1664“.

Die 12. Station wurde erst 1902 errichtet, die ursprüngliche 12. Station war die Kalvarienbergkirche. Der Hintergrund mit Ansicht von Jerusalem wurde von Andreas Strickner gemalt. Die über lebensgroßen Holzplastiken von Christus am Kreuz und  den beiden Schächern in Lebensgröße stammen wohl von F. Liebert, die Statuen der Muttergottes, der Maria Magdalena und von Johannes wurden von Andreas Crepaz nachträglich hinzugefügt.

Die Hl.-Grab-Kapelle (1659) im Friedhof vor der Kirche ist die 14. Kreuzwegstation. Die Eingangswand ist zur Kirche gerichtet, der chorartige Schluss besteht aus fünf Seiten eines Zwölfecks, diese sind mit Blendarkaden besetzt. Oberhalb der türlosen Eingangsöffnung ist eine Wappenkartusche mit Rollwerk und Doppelwappen, von einem Schriftband umgeben, darüber Zeichen der Gesellschaft Jesu mit dem Anfangsbuchstaben ihres Wahlspruchs O.A.M.D.G. Inschrift: „Gott zu Ehr hat Ludwig Preller allhie und Anna Apollonia Prellerin geborne Eckhartin dises grab erbauen lassen“. Neben dem Wappen die Jahreszahl 1659. Über dem Chor ist ein offener Turmaufbau aus Holz errichtet und mit Blech verkleidet: über Sechseckgrundriss tragen zwölf gekuppelte Säulchen ein sechseckiges Gebälk mit geschweiftem Dach und Kreuz im Scheitel. – Im Inneren der Kapelle ist ein kleiner Vorraum mit halbovaler Nische. Im Grabraum befindet sich eine liegende Christusfigur aus dem 19. Jahrhundert.

In der Gruft der Grabkapelle ist die Priestergrabstätte von St. Margarethen. Gegenüber der Grabkapelle ist in einer Nische unter der Kirchenterrasse eine Holzstatue der Schmerzhaften Muttergottes. Dies war ursprünglich die 13. Kreuzwegstation. Jetzt ist sie Kriegerdenkmal und Gedenkstätte für die verstorbenen Seelsorger der Kalvarienbergkirche.

Außerhalb des am 6. März 1792 bewilligten Friedhofes am Abhang gegen die Donau steht ein großes Kruzifix mit dem Corpus einheitlich aus Sandstein gemeißelt, das an Stelle eines älteren Kreuzes im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Von diesem Kruzifix gibt es eine alte Legende, nach der ein Ritter auf der Flucht vor seinen Verfolgern von diesem Felsen mit seinem Pferd in die hochwasserführende Donau sprang und wie durch ein Wunder gerettet wurde.

Der Kreuzweg wurde in den Jahren 2008 bis 2009 renoviert.

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