Menschen aus der Pfarre - Friedl Kellermayr

Friederike Kellermayr, geboren als Friedl Höllinger in Salzburg, wuchs am Auberg in Urfahr auf. Nach der Volksschule während des Krieges und dem Besuch der Körnerschule wechselte sie in die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe in Bad Ischl. Damals begann auch ihre Karriere im Schisport, die mit mehreren Landesmeistertiteln ihre Höhepunkte fand. Daneben war sie auch als Schwimmerin aktiv. Dabei lernte sie ihren späteren Ehemann kennen.

Nach mehrjähriger Praxis in einem Modesalon besuchte sie die Meisterschule für Mode in München (MMM) in der Abteilung Mode-Design.

Zurück in Linz half sie bei ihren Eltern im Lebensmittelhandel aus. Damals bereitete sie sich auf die Meisterprüfung für Damenschneiderei vor, die sie 1958 bestand. Die Zusammenarbeit mit einer Vorarlberger Stofffirma ermöglichte es, mit Kleidermodellen bei internationalen Modeschauen dabei zu sein.

1959 heiratete sie den Gymnasiallehrer Walter Kellermayr. 1961 und 1963 kamen die Töchter Gudrun und Gisela, 1966 Sohn Gernot zur Welt. !963 erfolgte auch die Übersiedlung ins Zaubertal.

Walters Beruf als Lehrer war ein Anreiz für einen Übertritt in die Schule. 1958/59 unterrichtete sie an der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe in Wels, wo sie mit Schülerinnen eine erste Modeschau organisierte und moderierte. Dann wechselte Friedl in die Volkshochschule Linz und hielt durch Jahre hindurch Kurse ab, Anfänger- ebenso wie Modellkurse. Auch die Fortbildungsarbeit für die Kolleginnen in Form von Seminaren fiel in diese Zeit. 1973 wurde sie an die damalige Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, Meisterklasse Textil, jetzt Kunstuniversität, berufen und unterrichtete bis 1995. Etliche Projekte und die Zusammenarbeit mit Gewerbe und Industrie ergänzten diese Tätigkeit.

Ihre künstlerischen Ambitionen zusammen mit einer Leidenschaft für die Natur führten sie auf viele Reisen in die ganze Welt. Dort gewonnene Eindrücke zusammen mit ungewöhnlichen Pflanzen und schönen Dingen fanden in ihrem Blumengarten und im Haus Aufnahme. Die Freude an Gestaltung kommt auch beim Blumenschmuck in der Kirche zum Ausdruck.

Dem Sehen und Finden schöner Dinge ist Friedl treu geblieben.