Menschen aus der Pfarre - Katharina Hönisch

Eine zarte, feine Frau… zärtlich und fein ist auch Katharinas Umgang mit den Menschen. Ihre Kommunikation ob verbal oder nonverbal, bedacht und achtsam - wie ich es selten erlebt habe. Ein Mensch, in dessen Gegenwart Du Dich wohl und angenommen fühlst.
Katharina ist eine  „Zua´groaste“, wie sie selbst sagt. Seit 1993 wohnt sie im Zaubertal.
Durch ein persönlich einschneidendes Erlebnis suchte sie zufällig an einem Sonntag unsere Kirche auf, „gelangte“ in einen Gottesdienst, traf dort Liesl Mayr (die Lehrerin ihres Sohnes war)… und ist geblieben. Gott sei Dank!
Laut Katharina dauerte es dann noch ein „Zeitl“, bis sie ihren Platz in unserer  Pfarre fand.
Sie läutete eine neue Ära der Seniorenarbeit in der Pfarre ein. Als eine der ersten ausgebildeten „SimA“ – Gruppenleiterinnen startete sie mit Liesl Mayr im Jänner 2000 (!!!) eine Gruppe, die es heute in etwas abgewandelter Form mit ihrer Moderation noch gibt.
Katharinas große Leidenschaft ist aber das Kreistanzen. Nach einer 2½ jährigen fundierten Ausbildung darf sie sich „Tanzleiterin für Seniorentanz (Tanzen ab der Lebensmitte)“ nennen. Sie leitete auch zehn Jahre lang im Bildungszentrum Puchberg bei Wels einen Seniorenkreistanzkurs, den sie ruhigen Gewissens, aber schweren Herzens voriges Jahr in gute Hände weitergab.
Ja - Menschen Lust zum Tanzen machen – das kann sie! Unsere Pfarrgemeinde kam letztens in diesen Genuss: Uns - einem bunt gemischten, wuseligen Menschenhaufen - brachte sie nach dem Erntedankfest am Kirchenvorplatz binnen kürzester Zeit einen feinen Kreistanz bei.
Lange Jahre war sie ein sehr aktives und kreatives Mitglied des sozial-caritativen Kreises. Ein besonderes Talent von Katharina kam hier zur Geltung: Durch taktvoll zugewandte Beharrlichkeit kann sie zurückgezogen lebende Menschen aus der Reserve locken.
Ja…und singen tut Katharina von Herzen gern…und das  immer noch.
Liebe Katharina – ich danke Dir für Deine Offenheit und den herrlich flaumigen Germstriezel bei meinem Besuch in Deinem freundlichen Daheim!

Wo kommt sie her, die Katharina?
Ein kleiner Lebenslauf… wenn man doch zwischen den Zeilen lesen könnte…
Geboren am 29. Dezember 1943 in einem Dorf an der Ungarisch-Serbischen Grenze, musste sie mit Mutter und Großmutter als 3-jähriges Mädchen nach Österreich flüchten, nachdem ihr Vater nach Russland verschleppt wurde. Schließlich landete die Familie  1948 bitterarm  in einem Lager in Kleinmünchen, wo Katharinas Vater als Schneider bei der Firma Homolka zu arbeiten begann. 1955 baute die Familie ein Haus in Doppl-Hart. 1958 begann Katharina eine Lehre als Chemielaborantin in den Stickstoffwerken Linz, wo sie aber sofort nach der Ausbildung gekündigt wurde, obwohl sie ausgezeichnet abschnitt.
Sie fand aber gleich wieder Arbeit im Laborteam von Dr. Ruthensteiner. 10 Jahre blieb sie nach der Geburt ihrer Kinder Gabriele und Bernhard daheim. Anschließend arbeitete sie 25 Jahre in der Ordination von Dr. Ogris. Und dann zog sie ins Zaubertal…