Menschen aus der Pfarrgemeinde - Sambs Judith (Dita)

Dita wurde am 9. Juli 1924 in Helfenberg als Erstes von vier Kindern geboren und besuchte in Helfenberg die Volksschule. Mit 11 Jahren kam sie in die Hauptschule zu dem Kreuzschwestern in Linz. 1939 ist die Familie nach Linz übersiedelt. Dieta absolvierte mit Erfolg die Lehrerbildungsanstalt und war anschließend als Lehrerin in Grünburg bei Freistadt tätig, wo sie damals 9 Schulstufen in einer Klasse unterrichten musste. Nach Kriegsende arbeitete sie als Photolaborantin bei ihrem Onkel in Steyr.

Bei der Maturafeier von Heinz wurde sie ihm als Tanzpartnerin zugeteilt – und es war Liebe auf den ersten Blick. Gemeinsam mit Familie Parzer adaptierten sie sich zwei Wohnungen im Gasthaus Hagen in Urfahr. Dort haben die ersten drei Söhne Erich, Jörg und Wolfgang das Licht der Welt erblickt.

1955-1956 erwarben sie ein Grundstück von Hans Niederhauser in der Lärchenau und bauten ein eigenes Haus. Da kam der vierte Sohn Heinz zur Welt. Dita hat damit in den ersten fünf Ehejahren vier Söhne geboren. „Das Beste was uns passieren kann, sind viele Kinder“ sagten beide. Nach weiteren fünf Jahren stellte sich wieder (der) Kindersegen ein und Judith wurde geboren. Wiederum fünf Jahren später kam die jüngste Tochter, Susi zur Welt.

Nachdem die Kinder aus dem „Gröbsten“ waren, engagierte sich Dita durch Jahrzehnte in der Pfarre. Sie war gefragt als großartige Kuchen- und Kekslieferantin bei verschiedenen Feiern in der Pfarre. Wenn in der Pfarre „Helfende Hände“ gefragt waren, war Dita, soweit es ihr möglich war, zur Stelle. Sie half beim Kirchenputz, Palmbuschenbinden, Weihnachtskekse einpacken u.v.a.m. Sie war im Pfarrgemeinderat, war jahrelang im Caritaskreis tätig und beteiligte sich fast 30 Jahre bei der Caritas-Haussammlung mit jeweils dem besten Ergebnis in der Pfarre. Sie wurde bis ins hohe Alter nicht müde sich für die Pfarre tatkräftig einzusetzen. Ihre christliche Haltung und Liebe spürte man, wenn man ihr begegnete in ihrer Freundlichkeit, Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit.

Dita hatte einen sehr ausgeprägten Familiensinn. Jeden Sonntag kamen die Kinder und Enkelkinder, die in der Nähe wohnten auf ein „Plauscherl“ zu Oma und Opa. Immer wartete sie mit Köstlichkeiten auf.

Als Dita und Heinz ihre goldene Hochzeit feierten, war es nicht nur ein Fest der Familie, sondern auch ein Fest der Pfarre.

Der Glaube an den liebenden Gott hat sie durch ihre schwere Krankheit getragen, wenn sie auch manchmal von Zweifeln heimgesucht wurde. So konnte sie im Kreise ihrer Lieben am 7. Dezember 2013 in Frieden zu Gott heimgehen.